Wie die Sprecherin des iranischen Außenministeriums, Marzieh Afkham, gestern vor der Presse sagte, passen die Zielvorgaben für die Bekämpftung des Terrorismus nicht mit der politischen Vergangenheit der Initiatoren und einiger Mitglieder der Koalition zusammen.
"Die Einstellung der Islamischen Republik Iran zur Beteiligung an dieser Koalition wurde mit aller Deutlichkeit vom Obersten Revolutionsführer Ayatollah Khamenei als der höchsten iranischen Autorität und ebenso vom iranischen Außenminister dargelegt. Aus der Perspektive des internationalen Rechts ist der rechtliche Status dieser Koalition höchst fragwürdig, und vor allem fehlt ihr die Handlungsvollmacht durch die Vereinten Nationen", erklärte Afkham.
Weiter sagte sie, dass es sich bei den Ländern, die sich der Koalition angeschlossen hätten, um Heuchler handelt. "Um Terrorismus zu bekämpfen, bedarf es größerer politischer Problemlösungskompetenz und den Verzicht darauf, Akteure und Geschehnisse nach zweierlei Maß zu beurteilen. Einige Mitglieder der Koalition haben eine düstere Vergangenheit hinsichtlich ihrer Doppelmoral bei der Beurteilung von Terrorismus."
Iran vertrete dagegen eine klare Position gegenüber dem Terrorismus, so Afkham. Die Islamische Republik Iran sei deshalb in verantwortungsvoller Weise bereit, das irakische Volk und seine Regierung beim Kampf gegen den Terrorismus zu unterstützen, ohne sich jedoch militärisch einzumischen